So geht erfolgreiche Baustellenabwicklung

So geht erfolgreiche Baustellenabwicklung

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00:00:12: Herzlich willkommen zum Podcast Soge, der folgreiche Baustellenabwicklung bei einem Podcast rund um Kooperation

00:00:19: und respektvolle

00:00:20: Kommunikation auf der Baustelle.

00:00:23: Und ich habe heute für mich persönlich einen ganz besonderen Interview-Gast.

00:00:28: warum?

00:00:30: Weil ich ihn schon sehr lange kenne weil er mich sehr zu Beginn meiner Überlaufbahn begleitet und geprägt hat natürlich im positiven Sinn Und weil er für mich empfunden eine außergewöhnliche Karriere hingelegt hat, der Mann von dem ich spreche sitzt neben mir Andreas Höhl von der Firma Bodner.

00:00:49: Mittlerweile Geschäftsführer und Leiter der Bauwirtschaft zum Baurechtsabteilung der Firma bodener.

00:00:55: Lieber Andi!

00:00:55: Ich freue mich total, dass du da bist.

00:00:57: Herzlich willkommen!

00:00:58: Servus Stefan!

00:00:59: Danke für die Einladung!

00:01:01: Ich freu mich total das wir heute diesen Botkast gemeinsam aufnehmen dürfen.

00:01:04: Ja, wert!

00:01:05: Ein spannendes Gespräch.

00:01:07: Ich bin gespannt, ich habe gesagt wir kennen uns schon einige Zeit und ich bin gespannt ob ich auch noch das ein oder andere neue erfahre hier in diesem Podcast.

00:01:16: Ja ich habe gerade gesagt dein Werdegang ist ein sehr außergewöhnlicher und total spannender.

00:01:22: Du bist ganz normal auf die htl-Gange und hast dann den Weg in die Bauleitung gewählt und bist aus meiner Sicht Einer, wenn ich der komplette Bauleiter war, die ich jemals kennengelernt habe.

00:01:34: Da hat es die Baustelle so unvorstellbar gut gemanagt und so unverstellbar in den Griff gehabt.

00:01:38: Obwohl wir uns eine gemeinsame Baustelle verliehen oder nur ein paar Worte darüber.

00:01:42: Ob wohl alles andere als einfach waren.

00:01:44: Erzähl mal deinen Werdegang.

00:01:46: Du bist in die Hotelganger Und wie ist dein Werdegan gewesen?

00:01:50: Weil du hast dann eine spannende Wendung genommen, die durchaus herausfordernd

00:01:56: war.

00:01:57: Stefan vielen Dank für die für die Blumen, die du

00:01:59: mir streust.

00:02:03: Zu meiner Person habe ich die HTL in Saalfelden besucht seinerzeit den Zweig Hochbau weil für mich eigentlich immer klar war... Ich möchte irgendwo in der Baubrosche tätigen werden und möchte natürlich als Bauleiter tätigen.

00:02:18: Ich habe mich dann während der HTl Zeit doch schon sehr für die Bereiche Betriebswirtschaft und auch recht interessiert und habe dann am Ende dieser htl-Laufbahn, diese htli Ausbildung damit gehadert Rechtswissenschaften zu studieren.

00:02:40: Aber es wurde mir dann von meinen betreuenden Projektprofessoren nahegelegt durch Nichtrechtswissenschaftend zu studiern weil das landgute Ingenieure braucht und keine Juristen Und insofern hat man mir nachgelegt ich solle doch wenn ich schon auf eine Hochschule gehe Bauingenieurwesen studieren, das habe ich dann auch tatsächlich gemacht und habe in Innsbruck inskribiert.

00:03:07: Ich bin aber relativ schnell darauf gekommen dass das Studium an der Universität nicht ganz das meine ist und habe mich dazu entschlossen in die ausführende Zunft bei einer Baufirma zu wechseln.

00:03:29: Ich habe dann bei der Firma Bodner sämtliche Stationen von Beginnenden Techniker über den Bauleiter durchgemacht, habe dann in der Ausbildung oder während meiner aktiven Bauleitertätigkeit die Baumeisterprüfung abgelegt und habe vorwiegend im Infrastrukturbau, im Ingenieurbau, Ingenieurtiefbau doch recht große Projekte abwickeln dürfen.

00:03:58: Eines davon habe ich dann bankenswerterweise mit dir im Rahmen eines Kraftwerksbauverhabens abwickeln dürfen.

00:04:09: So hat sich meine technische Laufbahn dargestellt, bis ich irgendwann immer mehr und eigentlich immer mehr dazu übergegangen bin dass dies in meinem Mindset nicht die Zukunft sein wird wo ich bis zur Pension meinen Arbeitsalltag verbringen möchte.

00:04:27: Und in mir ist dann immer weiter die Entscheidung gereift doch noch einmal umzuschwenken und habe dann begonnen Rechtswissenschaften zu studieren, berufsbegleitend neben meiner Bauleiter-Dätigkeit.

00:04:41: Ich habe dann auch parallel in der Firma Bodner immer weniger aktive Bauleitertätigkeit ausgeführt und habe begonnen eine Abteilung Bauwirtschaft aufzubauen.

00:04:54: Das ist man dann von der Geschäftsführung in der Firma Bodner ermöglicht worden, da völlig neue Pfade zu betreten

00:05:01: hat es bisher nicht gegeben

00:05:02: bei

00:05:02: der Firma Bodner.

00:05:04: Und was ich auch ganz spannend finde, du hast das Juststudium ja begonnen ohne dass irgendwer davon

00:05:12: wusste?

00:05:12: Richtig!

00:05:13: Das finde ich total spannend.

00:05:14: Vollkommen

00:05:15: richtig.

00:05:15: Ich wollte eigentlich den Druck aus meiner gesamten Studententätigkeit heraushalten.

00:05:21: Wollte nie jemanden irgendein Rechenschaft ablegen müssen.

00:05:25: Wie ist es dir bei der Prüfung gegangen?

00:05:27: Warum bist du jetzt nicht da oder warum musst du jetzt gerade

00:05:29: lernen?".

00:05:31: Also meine engsten Vertrauten haben von dem Bescheid gewusst, aber in meinem Arbeitsumfeld hat das kein Mensch mitbekommen.

00:05:39: Ja und das

00:05:40: hat

00:05:40: dann relativ gut funktioniert auch Berufsbegleitung muss ich sagen mit Unterstützung vieler Personen die mir dann Mut zugesprochen haben im Umkreis in der Familie Und schlussendlich habe ich dieses Studium dann erfolgreich abschließen können und wie das in der Firma Bodner dann präsentiert haben, dass sich mittlerweile das Studium abgeschlossen habe.

00:06:05: Wo auch da Eigentümer vollauf begeistert und hat gesagt jetzt erweitern wird die Abteilung Bauwirtschaft um den Zuständigkeitsbereich recht.

00:06:15: So ist die Abteilung Bauwerkschaft und Recht geboren worden und entstanden, die zuerst eine wohnen Menschau war und sich dann über die Jahre aufgrund der sich ändenden Rahmenbedingungen und Einflüsse aus der Umgebung immer weiterentwickelt hat.

00:06:35: Und wir sind ja eines der Unternehmen, oder eines der wenigen Unternehmen muss ich sagen, die diese beiden Themenblöcke gebündelt in einer Abteilung hat.

00:06:46: Ich bin auch der Meinung dass das eine große Stärke ist den Zweig Recht und dem Zweig Bauwirtschaft zu vereinen weil heute Techniker und Juristen gemeinsam am Fall arbeiten und nicht parallel oder gegeneinander an einem Fall arbeiten.

00:07:06: Und im letzten Jahr ist dann eigentlich der Ritterschlag gekommen, ich bin zum Geschäftsführer der Firma Bodner bestellt worden und so agiere ich im Moment.

00:07:19: Was mich ja so fasziniert, ist ein Alter!

00:07:23: Man fragt ja normal Menschen, nicht nach dem Alter und Frauen noch weniger.

00:07:26: Bei Herrn kann man das schon mal machen aber magst du verraten wie alt du bist mittlerweile?

00:07:31: Ja ich bin jetzt forty vierzig Jahre alt und habe diese doch mal kranken Schritte und Meilensteine in meinem Leben in den letzten zwanzig zweiundzwanzig Jahren absolviert dürfen

00:07:44: Und das ist schon faszinierend, also diese Entwicklung finde ich total spannend und total faszinernd.

00:07:49: Du hast vorher gesagt du hast irgendwann in deiner Bauleiter-Tätigkeit schon erkannt dass das nicht da sein wird wo du alt wirst beziehungsweise wo du bis in die Pension arbeiten möchtest.

00:08:02: Magst du kurz erzählen

00:08:03: warum

00:08:04: es so gewesen ist?

00:08:05: Was sind die Themen die wo du gesagt hast boah das blase ich sicher nicht diese alt wäre.

00:08:11: Ich muss vorausschicken, es war für mich immer eine sehr herausfordernde und doch schöne Aufgabe zu sehen wer ein Projekt entsteht.

00:08:20: Und wie sich der Fortschritt des Projektes entwickelt.

00:08:25: Ich war regelmäßig sehr stolz auf das geleistete auch mit meinen Baustellenmannschaften.

00:08:30: Nur habe ich im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht du bist als Bauleiter oder als Führungsverantwortliche Person auf der Baustelle immer der Prellbock für alle Beteiligten.

00:08:43: Du kriegst vom Bauherren die volle Breitseite ab, wenn die Qualität der Termin oder die Kosten nicht passen.

00:08:49: Du hast natürlich in deinem Unternehmen immer Druck sei es kostenseitig, sei es terminseitig und vor allem du bist auch gegenüber deinem gewerblichen Personal immer derjenige, der an der Schusslinie steht weil man ja das Bindeglitz um Chef ist, weil man Entscheidungen zu treffen hat ob an einem freien Freitag zu arbeiten

00:09:10: ist,

00:09:10: ob Wetterschicht macht wird.

00:09:13: Ob am Samstag zu arbeiten sind oder die Leute auf Urlaub gehen dürfen.

00:09:17: und insofern bist du immer in einem Spannungsverhältnis zwischen drei vier Außenstehenden einflüssen und das macht es mit der Zeit schon sehr schwierig und sehr belastend.

00:09:29: und ich habe dann nach einigen Jahren dieser Tätigkeit auf großen Baustellen für mich selber einen Punkt gefunden, wo ich mir gedacht habe na so will ich eigentlich nicht vierzig Jahre alt werden und mit vierzig will ich nicht mehr auf der Baustelle als der verantwortliche Bauleiter tätig sein müssen.

00:09:50: Und da hat sich bei mir in mir ein Schalter umgelegt, der dann die Entscheidung reifen lassen hat noch einmal etwas Neues zu machen und daraus resultiert die Entscheidung das Studium der Rechtswissenschaften anzugeben.

00:10:07: Und jetzt sprichst du ja einen Punkt an, den ich immer wieder heraus arbeite und den ich extrem kritisch sehe.

00:10:14: Und mir perspektivisch auf die nächsten fünfzehn Jahre genau bei diesem Punkt wahnsinnige Sorgen für die ganze Branche mache.

00:10:21: Weil du bist ja nicht der einzige, der diese Gedanken hat!

00:10:25: Wenn es dir mal bei einem Unternehmen schaust oder... Ich habe einen Blick auf andere Unternehmen auch.

00:10:30: Du findest fast niemanden in der ersten Reihe, also als verantwortlicher Bauleiter mehr über vierzig.

00:10:38: Sie kehren entweder dem Bauunternehmen den Rücken und kommen zum Beispiel zu uns als Über- oder gehen zum Bauherrn.

00:10:46: Sie schlagen im Unternehmen einen anderen Weg ein, wären Abteilungsleiter vielleicht auch Leiter der Bauwirtschaftsabteilung?

00:10:54: Oder sie kehren im schlimmsten Fall unserer Branche komplett den Rücken.

00:10:59: Und warum, glaube ich hast du gerade gut herausgearbeitet dass der Druck enorm hoch ist?

00:11:06: Meine Frage was mich beschäftigt ist wie können wir es schaffen das man die Leid in einer Bauleitung halten, dass man in zehn Jahren auch noch Leid haben die uns mit einer Kompetenz, die sie ja braucht bei den komplexen Projekten die wir abwickeln nach wie vor noch genug Bauleiter haben die unsere Projekte abwickelt?

00:11:23: Du hast leider vollkommen recht mit deiner Beobachtung und einer Einschätzung, dass der Bauleiter, der vierzig Jahre oder älter ist ein aussterbendes Individuum.

00:11:39: Es hat aus meiner Sicht sehr viel damit zu tun wie auf der Baustelle miteinander umgegangen wird und das ist dann im weitesten Sinne sicher ein Kulturdema, wie man zwischenmenschlich sich verhält.

00:11:55: Es ist leider Gottes an der Tagesordnung, dass der Kostendruck und der Termindruck überhand nehmen nur noch die Zahlen im Vordergrund stehen.

00:12:10: Und das Persönliche, das Zwischenmenschliche miteinander immer in den Hintergrund gedrückt wird.

00:12:17: Sehr viel werden nur noch an Zahlen gemessen.

00:12:19: Es wird die Leistung zu wenig gewürdigt es ist sehr wenig Wertschätzung dem ausführenden Personal auf der Baustelle entgegen gebracht wird.

00:12:31: Und da bin ich schon der Meinung, das sind die Hauptgründe und es wird ein Umdenken erfolgen müssen ansonsten wäre die Zukunft nicht sehr rosig für die Ausführende Zunft ausschauen.

00:12:47: Ja und damit für die ganze Branche Magnal?

00:12:49: Das ist ja naiv!

00:12:50: Wenn du mit Bauherren sprichst und sagst, wir haben da ein Riesenproblem, dass er auf uns zukommt.

00:12:55: Und dann sagen die Bauern, ja mir interessiert das nicht!

00:12:57: Ich vergiebe irgendeiner Baustelle und dann ist die Firma verantwortlich, dass sie die Leitliefer, die die Qualität bringen.

00:13:03: Das ist aus meiner Sicht etwas zu kurz gedacht.

00:13:05: Jetzt hast Du aus meiner sich zwei Ebenen angesprochen?

00:13:09: Du hast einmal die innerbetriebliche Ebene angesprochen glaube ich – mit dem Kostendruck und der Termindruck, der natürlich von oben herab weitergegeben wird.

00:13:18: Und du hast aus meiner Sicht auch zwar nicht explizit genannt, die externe Seite im Hinblick auf die Wertschätzung.

00:13:25: Die ja natürlich auch gerne vom Bauherren kommen darf oder von der Öber, von dem auch immer.

00:13:30: und die zwei Themenbereiche würde ich gern noch etwas intensiver beleuchten.

00:13:34: zunächst die innerbetriebliche.

00:13:37: Jetzt ist es ja so... Verraten wir ja kein Geheimnis, dass die ausführende Zunft der Bauunternehmen, die Bauindustrie enorm unter Druck

00:13:45: stehen.

00:13:46: Der Kostendruck gerade in der jetzigen Zeit, ich glaube die Phase ist sehr herausfordernd und dieser Kostedruck, der ist nun mal da!

00:13:54: Und jetzt ist es... Aus meiner Wahrnehmung aber du bist dann natürlich viel tiefer drinnen eine Frage wie ich diesen Kosteldruck nach unten auf die Baustelle weitergebe ob ich das wirklich mit Druck machen oder ob ich den Druck etwas lockere rausnehme und in der Kommunikation anders agiere.

00:14:14: Was hat da die

00:14:16: Firmenleitung,

00:14:17: die Vorgesetzten?

00:14:19: Die oberen Ebene für Möglichkeiten, dass man das ausführende Personal auf der Baustelle besser erträglich

00:14:27: macht?

00:14:31: Das ist eine sehr gute Frage, die du stellst.

00:14:35: Natürlich!

00:14:36: sind die Rahmenbedingungen relativ eng und relativ straff vorgegeben.

00:14:41: Wo ich immer ein totaler Befürworter und ein Freund davon bin, dass man nicht nur Fehler- und Defizite aufzeigt sondern aktiv dabei ist und sich in die Lösungsfindung einbringt.

00:14:54: Das Schlimmste was einem jungen ambitionierten Bauleiter passieren kann ist das er laufend sich zu Tode rackert und am Ende kommt kein Ergebnis, außer dass er für beide Seiten befriedigend ist.

00:15:09: Und dann kriegt man quasi eine über die Wübezogen oder weil die Zahlen nicht passen.

00:15:16: Wenn der Bauleiter Unterstützung bekommt wenn der Bau- leiter Rückenwind erfährt von gesetzteren von erfahreneren routinierteren Kollegen Von Vorgesetzten vom Mitstreitern Dann wird im Team das Ergebnis und auch das Gefühl Wie man ein Problem angeht und wie man das löst, sicher ein besseres sein.

00:15:40: Und der junge Kollege wird sich wohler fühlen und besser eingebettet in der ganzen Organisation.

00:15:49: Hat das nicht auch sehr viel mit einer innerbetrieblichen Kultur zu tun?

00:15:54: Wie ich mit meinen Mitarbeitern umgehe... Ist es nicht extrem schwierig, genau diese Kultur?

00:16:01: Wir kommen dann später noch mal auf das Thema Kultur im Allgemeinen zu sprechen.

00:16:05: Weil die Firma Bodner hat ja schwierige Rahmenbedingungen gerade was die Kultur betrifft.

00:16:11: aber das schauen wir uns nachher noch.

00:16:14: Ist ist nicht schwierig den Vorgesetzten, den Kollegen dieses jahrelange... Wir haben in der Baubrosch eine Kultur des Drucks.

00:16:23: Das ist ja dieses Patriacharische dieses von oben herab, dieses ich bin Chef du machst.

00:16:29: Das ist ja glaube ich meine Einschätzung nach ganz tief gerade bei den Bauunternehmen verankert.

00:16:35: und jetzt soll man auf einmal umswitschen also die Vorgesetzten und ich sage es bewusst etwas flapsig kontrovers, jetzt haben wir auf einmal die Deity machen.

00:16:46: Das ist ja ganz, ganz schwer diesen Schalter umzulegen und den Vorgesetzten zu sagen ihr müsst es anders agieren nachdem sie sich jahrelang anders selbst erfahren haben als junge Bauleute.

00:16:57: Sie sind ja so groß geworden und nach dem vielleicht auch die Kultur was anderes sagt?

00:17:04: Das ist sicher richtig was du sagst.

00:17:09: nur das ganze ist ein.

00:17:10: der Wandel in der Gesellschaft macht natürlich auch vor innerbetrieblichen abläufen oder Organisationen nicht halt.

00:17:19: Und es wird schon sehr viel an den Führungskräften auch, in der Person der Führungskraft liegen wie sie sich da weiterentwickelt weil das ewige gestrige Denken und das ewiggestrige Verhalten von früher so weiterzugeben führt schlussendlich dann sicher zu keinem Erfolg und du wirst am Ende des Tages ohne Mitarbeiter dastehen, und wirst allein überbleiben.

00:17:47: Und insofern ist das Kulturthema die Führungskompetenz, die Fährungsverantwortung von leitenden Mitarbeitern, leitende Angestellten sicher eines der Top-Themen

00:17:58: im Moment

00:17:59: wie man den Baufirmen oder den Bau generell wieder attraktiver machen

00:18:05: kann.

00:18:06: Wenn ich zu hundert Prozent bei dir die Frage ist nur, wie und wo man da ansetzt?

00:18:10: Ich glaube dass es ein sehr langer Weg, weil Kulturentwicklung braucht und also braucht Zeit.

00:18:17: Und die Frage wird sein ob wir diesen Turnaround schaffen.

00:18:20: aber wie du richtig-weise schon die Gesellschaft angesprochen hat da wird es auch die Frage sein, ob wir diesem Turnaround rechtzeitig schaffen werden?

00:18:27: Gehen wir zu den außerbetrieblichen Themen.

00:18:31: Da ist es ja sehr ähnlich.

00:18:33: oder von der grundsätzlichen Konzeption her Es wird erwartet, die Qualität, die ich ausschreibe als Bauherr.

00:18:41: Die wird erwartet, dass sie geliefert wird, egal unter welchen Rahmenbedingungen ob ich Lieferschwierigkeiten habe, ob schlechtes Wetter ist etc... Und die Qualität?

00:18:54: Die ist Grundvoraussetzung!

00:18:56: Die bedarf auch keines Lobes nicht weil das ist ja das Normal oder das Mindestmaß.

00:19:02: Vielleicht kommt mir das Bauherr mal ein Lob über die Lippen, wenn ich eine enge Gleissperre hatte und die eingehalten

00:19:09: wurde.

00:19:10: Und da haben wir einen riesigen Aufholbedarf.

00:19:14: Wie siehst du dort die Rolle des Bauherren oder der dessen Vertretern im Umgang mit den ausführenden Leuten auf der Baustelle?

00:19:23: Es gilt selbstverständlich genau das gleiche, wie das vorher vom Innerbetrieblichen schon gesagt hat auch Auftrag Geberseitig Handeln, Menschen und wie sich die Menschen gegenübertreten.

00:19:38: So wird das Ergebnis sein oder?

00:19:40: Ich habe sehr oft die Erfahrung gemacht dass von... Wie du richtig sagst Von Auftraggeber Seite Die Meinung vorherrscht Man braucht ja nicht loben man bezahlt dafür man hat bestellt.

00:19:54: Nur ganz so einfach Bin überzeugt ist es Nicht!

00:19:58: Die Freude am Projekt währt sich irgendwann oder die Freude an der Arbeit wehrt sich in der Qualität, wehrts ich in der Termin treue.

00:20:06: Wehrt es sich dann am Ende des Tages auch in der Kostensituation widerspiegeln.

00:20:12: und wenn das ausführende Personal und das leitende Personal auf der Baustelle mit Freude und Ambition bei der Arbeit ist, bin ich zu hundert Prozent überzeugt, dass halt dieses Ergebnis ein besseres.

00:20:28: Und da bin ich auch der Überzeugung, sehr viele Stellschrauben hätte,

00:20:33: um

00:20:34: das in ein angenehmeres Miteinander umzusetzen.

00:20:42: Ich glaube bin ich zu hundert Prozent überzeugt und dieses aus der Verantwortung stehlen weil es ist ja Firmensache finde ich völlig stehplatziert und ich weiß nicht wie du das siehst aber mir kommt schon vor dass viele Bauherrnvertreter diesen Prozess des Herstellens, diesen Prozess.

00:21:02: Also das was hinter die Kulissen alles passiert.

00:21:04: denen ist es vielfach gar nicht bewusst was es braucht und was notwendig ist.

00:21:10: Das ist so eine Gebäude wenn wir uns davor anzeigen überhaupt einmal so da stehen habe wie es da steht.

00:21:16: und würde es aus deiner Sicht mehr miteinander schaffen, mehr Verständnis für die Ausführende Seite schaffen, wenn die Ausführende Seite auch mehr darüber sprechen würde?

00:21:28: Bei so einem Gespräch können wir zwei dazu, einer der spricht und einer der zuhört.

00:21:33: Wahrscheinlich wird es sehr oft an beiden Schaltern einer spricht zu wenig, einer hört zu wenig zu.

00:21:40: aber ja ich gebe dir recht mehr zu hören und mehr sprechen wäre sicher ein Weg um aufeinander zuzugehen und ein besseres Miteinander auf den Baustellen zu erlangen.

00:21:53: Wobei du jetzt ja implizit den Vorwurf gemacht hast auf der Bauherrnseiten dass sie gar nicht zuhören wollen wenn zwischen den Zeilen was hinein interpretiere.

00:22:06: Die Erfahrung wird natürlich immer wieder einmal gemacht, also das wäre jetzt unserbewusstes abzustreiten und zu verneinen.

00:22:14: aber...

00:22:15: Ja ist so!

00:22:17: Kann ich mir durchaus vorstellen?

00:22:19: Und auf der anderen Seite ist wahrscheinlich auch so dass man über die Man will ja nicht als jemand, der nur das Schwierige immer die Probleme herausarbeitet gelten.

00:22:31: Sondern gerade als Bauleiter ist man eine jemanden, der da steht und Lösungen findet so was.

00:22:35: Zumindest vielfach das Selbstverständnis, was ja auch gut ist.

00:22:39: Und da hat man vielleicht schon ein gewisses Scheu davor zum Bauherren zu gehen und zu sagen, wo hast du eh etwas alles dahinter steckt?

00:22:47: Um nicht als Suderant, als Jammerer zu gelten oder das kann ich mir schon auf vorstellen dass das eine Handschwelle ist.

00:22:53: Das

00:22:53: steckt natürlich in uns allen Speziell Bauleit, das sind ja in gewisser Art und Weise doch massive Alphatiere.

00:23:01: Und da Schwächen einzugestehen, folgt heute nicht immer ganz leicht.

00:23:05: Und den richtigen Ton zu treffen, dass man in solchen Situationen eben nicht als Suderrand drüber kommt sondern einfach nur die Prozesse beschreibt und die Schwierigkeiten und Herausforderungen Unverständnis zu schaffen ist glaube ich auch ganz

00:23:18: ein schmaler Grad.

00:23:19: Diese Diskussionen finden ja in aller Regel irgendwo Aufgeheizter, ein Hitziger und Gehwungstatter.

00:23:26: Es geht entweder um Zeitendinnerei gehalten worden sein es geht um zu viel oder zu wenig Geld das zur Verfügung ist.

00:23:34: Also die Rahmenbedingungen für sachliche Gespräche und sachliche Diskussionen sind ja natürlich äußerst unwünftig

00:23:41: Und deswegen bin ich so ein großer Fan davon in einem gewissen Rahmen in einem Umfeld einfach solche Gespräche zu ermöglichen, sei es im Teambuilding Workshop oder sonst irgendetwas begleitet.

00:23:53: Aber das ist ein anderes Thema!

00:23:55: Ich möchte mit dir noch auf das Thema Firma Bodner eingehen.

00:24:00: Firma Bodener sollte für die meisten ein Begriff sein.

00:24:02: Sagt nur ein paar Eckdaten zu deinem Unternehmen und zu eurem Unternehmen weil ihr habt ja doch eine sehr spannende Entwicklung, sagen wir mal die letzten, seit der Alpine, pleite eigentlich die letzten zehn Jahre so circa genommen und daraus erwachsen natürlich auch einige Herausforderungen, die ihr zu bewältigen habt.

00:24:24: Es ist richtig ja unser Kurs oder unsere Strategie war immer auf Wachstum und Auf Erweiterung ausgelegt Und wie du richtig sagst seinerzeit wo die Albine in die Insolvenz geschlittert ist Einer der ammerkantesten Punkte, wo unser Unternehmen in relativ kurzer Zeit massiv angewachsen ist.

00:24:49: Sowohl an Köpfen sowohl vom Umsatz als auch von der örtlichen und römelchen Ausdehnung

00:24:55: her.

00:24:56: Ihr wart damals vor Alpine?

00:24:58: Dreihunderttausendfünfhunderte so?

00:25:01: So ein Etter!

00:25:02: Und jetzt steht es bei?

00:25:04: Mittlerweile sind wir bei drei tausend siebenhundert.

00:25:06: Ah knappe vier.

00:25:07: also das ist natürlich schon.

00:25:12: Das bringt natürlich auch Herausforderungen mit sich.

00:25:16: Vor allem die.

00:25:17: das gewachsene Familienunternehmen Bodner hat andere Wertigkeiten, hat andere kulturelle Schwerpunkte und hat andere Sichtweisen als dass zum Beispiel ein Unternehmen aus der Bauindustrie hat.

00:25:36: und wir haben dann sehr schnell erfahren müssen dass die Denkweise von Mitarbeitern, die aus der Bauindustrie kommen gar nicht so einfach mit unserer Denkweisen und Sichtweise in Einklang zu bringen sind.

00:25:50: Und es hat dann in weiterer Folge noch weitere Übernahmen und auch Zugäufe gegeben wo ganz andere kulturelle Werte oder Unternehmenskulturen mit unserer Sichtweise oder unserer Kultur aufeinander gebraut sind sehr lange Zeit schon, sehr viel an Energie und Aufwand bedarf um da das ganze auf einen annähernd gleichen Nenner zu bringen dass die Leute vom gleichen Rehen sich auch

00:26:24: verstehen.

00:26:25: Das ist ja wieder total spannend weil es ist ja nichts anderes wie was wir gerade gesagt haben.

00:26:29: Es geht letztendlich um die Kultur, es geht darum Was habe ich für Werte verinnerlicht?

00:26:37: Art und Weise des Herangehens an bestimmte Dinge verinnerlicht.

00:26:40: Und ein Konzerndenken ist nun mal ein komplett anderes, wie ein Denken in Familien betrieben.

00:26:46: Da geht es um Prozesse aber da geht's auch um... ganz tief verankerte kulturelle Themen.

00:26:53: Du kannst da Beispiel nennen, was sind denn also typische Dinge?

00:26:57: Du brauchst jetzt nicht zu tief in die Firmen intern aus der Firma Boden einsteigen, aber bloß dass man das mal gespürt davon machen kann an unterschiedlichen Rangehensweisen aufeinandergeprallt ist.

00:27:12: Der größte Unterschied der mir so eine Erinnerung bliebe ist die Entscheidungsfreudigkeit und die Kurzweiligkeit von den Entscheidungen, wie sie getroffen worden sind im Familienunternehmen oder im Eigentümer geführten Unternehmen.

00:27:26: Im Vergleich zu einem Konzern oder einem institutionell geleiteten Unternehmen.

00:27:32: Wir haben da sehr viele Beispiele in den letzten zehn zwölf Jahren miterlebt

00:27:38: wo

00:27:40: unser Eigentüm Entscheidungen getroffen hat der vor einer Sekunde auf andere getroffen und zu denen ist er gestanden.

00:27:46: das war dann für Und der Anführungszeichen Neuankömmlinge in unserem Unternehmen völlig undenkbar.

00:27:53: Und auch völlig unglaubwürdig, wie denn so was funktionieren kann?

00:27:56: Und ist es jetzt tatsächlich ohne dass da fünf Gremien darüber gedeckt haben und das unter dem Strich dann nicht drei Unterschriften stehen, dass man hergegangen hat und mit Handschlag hat man etwas besiegelt – und so war das dann auch!

00:28:10: Und unterm Strich muss man sagen, so wie wir heute hier stehen, der Weg, wo nicht der Falsche?

00:28:17: Das, glaube ich, steht außer Frage und ich finde das sowieso total spannend.

00:28:21: Wie kurz die Wege bei uns sind trotz immer noch – also trotz des großen Unternehmens in meiner Seite – eines der größten Familien geführten oder Eigentümer geführte Unternehmen in Österreich?

00:28:32: Und die Wegen sind ja immer noch nach wie vor sehr, sehr kurz.

00:28:35: und ich glaube, dass man da auch wenn wir aus der Konzern denke kann erst einmal vorstellen und sagen, was ist jetzt los mit dem falschen Film!

00:28:43: Ja, man ist doch sicher... in gewisser Art und Weise desorientiert.

00:28:46: Ich glaube nicht, wie einem jetzt im Moment geschieht weil das in einem Konzern undenkbar ist.

00:28:54: Und dieser Weg dahin den ihr die letzten zehn Jahre genommen habt diese Kulturentwicklung oder dieses Zusammenführen der Kulturen oder dieses irgendwie die Menschen aus der Konzerkultur kommen an die Kultur eines Familienbetriebes heranzuführen.

00:29:12: Wie ist das vonstattengegangen?

00:29:15: durch Zeit in erster Linie oder auch durch bestimmte Maßnahmen?

00:29:19: Ich darf vorausschicken, es war und es ist nach wie vor eine tägliche Gradwanderung.

00:29:25: Weil man natürlich beide Seitenmessen oder beide Player-Messenschritte aufeinanderzumachen.

00:29:31: Ansonsten würde es nicht funktionieren.

00:29:33: Wir haben natürlich versucht über diverse Workshops, über diverse Externe Partner die wir uns dazu geholt haben da eine Linie zu finden, die die Vorteile aus beiden oder aus mehreren Welten vereint.

00:29:49: Es ist manchmal besser gelungen, manchmal weniger aber unter dem Strich haben diese Maßnahmen schon Früchte getragen und ich bin doch stolz darauf auf den Weg und auf die Art und Weise wie wir heute agieren und wie wir hier

00:30:07: stehen.

00:30:08: Sehr cool!

00:30:09: Wir wollen ja im zweiten Teil unseres Interviews noch auf das Thema Streiten in Anführungszeichen eingehen, weil das war ja unter anderem mit ein Grund warum du dieses Juss Studium absolviert hast.

00:30:23: Weil du eigentlich nicht streiten möchtest.

00:30:25: auf der Baustelle wird ein ganz spannendes Gespräch bin ich schon sehr gespannt drauf und Ich finde extrem spannend was du für eine Entwicklung genommen hast dass es unvorstellbar in deinen jungen Jahren.

00:30:39: Ich finde es extrem spannend, ich beobachte er seitdem wir uns kennengelernt haben die Firma Bodner sehr intensiv und wir sind auch über den letzten fast zwanzig Jahre mittlerweile seitdem man uns kennen ständig im Austausch und im Kontakt gewesen und ich sehe das genauso.

00:30:56: du kannst stolz sein oder ihr als Firma Bodener können stolz auf die Entwicklung und das Schöne ist... Die Firma Bodler hat in der Branche einen sehr guten Ruf.

00:31:04: Ihr liefert Qualität, ihr seid ein verlässlicher vernünftiger Partner und das ist eine ganz tolle Geschichte.

00:31:09: Und damit bedanke ich mich recht herzlich für deinen offenen Austausch oder für unseren offenen austauschen und freue mich aufs zweite

00:31:16: Gespräch!

00:31:17: Vielen Dank, es hat sehr Spaß gemacht.

Über diesen Podcast

In diesem Podcast geht es um alles was notwendig ist, komplexe
Bauprojekte erfolgreich abzuwickeln. Er richtet sich an alle Techniker, die mit der
Erstellung und Abwicklung von Bauverträgen auf Bauherrenseite beschäftigt sind.
Dabei stehen im Wesentlichen Inhalte zu zwei Themengebieten im Vordergrund.
Zum einen sollen die bauwirtschaftlichen Fähigkeiten verbessert werden. Zum
anderen wird vor allem auf das Thema zwischenmenschliche Beziehungen intensiv
eingegangen. Stefan Ufertinger ist ÖBA-Leiter und Buchautor des Handbuches für
Örtliche Bauaufsicht. In seiner über 10-jährigen Erfahrung als ÖBA-Leiter sammelte er
wertvolle Erfahrungen in der Bauabwicklung, sowie im Umgang mit Menschen.

von und mit Stefan Ufertinger

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